„Kinderkreisel“ St. Mauritius

Offene Arbeit als pädagogisches Konzept

Offene Arbeit ist mehr als ein pädagogisches Konzept und erst recht mehr als ein verändertes Raumkonzept! Es handelt sich um eine Grundeinstellung zum Zusammenleben - speziell in der Arbeit mit Kindern.
Offene Arbeit bedeutet:
* ins offene denken, anderes als das Gewohnte für möglich halten,
* offen für neue Blickwinkel und Perspektiven sein,
* offen sein in der Bereitschaft sich und seine Standpunkte weiter zu entwickeln,

offen sein für:

  • Herausforderungen,
  • ein respektvolles offenes Menschenbild,
  • die Einmaligkeit des Kindes und seinen individuellen Entwicklungsprozess,
  • den Bildungsauftrag am Kind,
  • die Dimension des kindlichen Spiels,
  • Veränderungen in der Kindergartenarbeit,
  • Prozesse der Zusammenarbeit der Mitarbeiter,
  • die Erfahrungen anderer,
  • die Meinungen und die Bedürfnisse von Eltern

Es geht um eine veränderte Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen.

Es geht darum, den Spuren der Kinder zu folgen, nicht gegen ihre Impulse, sondern mit ihnen zu arbeiten.

Es geht darum, den Kindern einen Ort der Lebensfreude und des Abenteuers zu bieten, an dem sie Futter für ihre Neugier finden, Gelegenheiten bekommen, Ihren Mut zu erproben, und auf Erwachsene treffen, die Zeit für sie haben.

"Kinderkreisel St. Mauritius"

Nachdem die „offene Arbeit“ viele Facetten hat, mussten wir ein individuelles, auf unsere Einrichtung zugeschnittenes Konzept entwickeln. Wir haben uns auf die Bezeichnung „Kinderkreisel St. Mauritius“ geeinigt.

Da die Bewegung in unserer Einrichtung ein wichtiges Element ist, haben wir den Kreisel als Synonym gewählt!

Der Kreisel ist:
- ein lustiges Spielzeug für Kinder (Garantie für Spiel und Spaß).
- er ist in Bewegung (so wie unsere Gedanken). er fordert Stille und Konzentration vom Zuschauer.
- er ist ein altes Spielzeug (Festhalten an Traditionen).
- er fordert Geschicklichkeit und Koordination der Bewegungsabläufe.
- er bringt Dynamik mit sich (bedeutet für uns offen zu sein für Veränderung, das Ohr am Zeitgeschehen zu haben).
 
Unser Haus ist wie ein Kreisel, es hat eine Mitte, um die die verschiedenen Räume angeordnet sind:


Schwalbennest = Kinderkrippe
mit Spielflur, Schlafraum, Sanitärraum, Wickelplatz.

Kükengruppe = Kleinkindgruppe mit Bewegungsraum, Wickelplatz.

Funktionsräume:

- Spiel und Bauzimmer mit Bauplatz und Kinderbühne
- Atelier mit Werkstatt
- Lernwerkstatt mit Forscherraum
- Turnraum- und Turnnebenraum
- Küche mit Kinderkochzeile
- Kindercafé
- Sanitärräume
- Büro
- Personalraum. 

Um diese Mitte drehen sich tagtäglich viele kleine Kreisel: die Kinder, das Personal und die Eltern.

Die Kinder, die wir ganzheitlich fördern wollen:

- in ihrer Selbstwahrnehmung
- in ihrer Selbstständigkeit
- in ihrer sozialen Kompetenz
- in ihrer Sinneswahrnehmung,
- in ihren lebenspraktischen Fähigkeiten,
- in ihrer religiösen Wahrnehmung,
- in der Sprache,
- in den kognitiven Fähigkeiten,
- in der Kreativität,
- in der Motorik

Die Eltern, für die wir Ansprechpartner sind:

- mit denen wir eine Erziehungspartnerschaft eingehen,
- mit Unterstützung in Fragen der Erziehung,
- mit Begleitung durch Elterngespräche,
- mit einer Plattform in der soziale Kontakte gefördert werden.

Das Erzieherpersonal, das sich mit ganzer Kraft und Freude einsetzt:

- gibt Hilfestellung bei Kindern, Eltern und Kollegen,
- beobachtet und reflektiert,
- bildet sich fort.